Montag, 6. April 2015

Sonntag, 5. April 2015

Samstag, 4. April 2015

Freitag, 3. April 2015

Donnerstag, 2. April 2015

Samstag, 21. März 2015

Florenz und Bagdad


Belting, Hans (2009): Florenz und Bagdad. Eine westöstliche Geschichte des Blicks. 3. Aufl. München: Beck, C H.

Hans Belting vergleicht in diesem Buch den Blick der westlichen Welt, der im Florenz der Renaissance geboren wurde und völlig neuartige Bilder hervorbrachte, mit dem der islamischen Welt, der sich in ihrer Kunst und ihrem Verhältnis zu Bildern ausdrückt.

Zugleich macht Belting deutlich, wie das westliche Bild der Neuzeit erst in einem intensiven Austausch mit Wissenschaft und
Kultur der arabischen Welt entstehen konnte.

Sein souveräner Vergleich zeigt die  Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Denkweise von West und Ost in einem neuen und überraschenden Licht.

Der Kampf ums Paradies


Cobb, Paul M. (2014): Der Kampf ums Paradies. Eine islamische Geschichte der Kreuzzüge. Unter Mitarbeit von Michael Sailer. Darmstadt: Zabern, Philipp von.

Die Geschichte der Kreuzzüge ist eine durch die christliche Brille bzw. Chronistik gefärbte Geschichte. Der renommierte Historiker Paul M. Cobb unternimmt in diesem Buch einen spannenden Perspektivwechsel: Er schreibt diese Geschichte erstmals aus muslimischer Sicht und auf Basis arabischer Quellen. Dies ist nicht nur eine Geschichte von Kriegern und Königen und ihren Kämpfen im Heiligen Land. Sie erzählt auch von Grenzgängern und Wendehälsen, Botschaftern und Händlern, Gelehrten und Spionen. Aus der Perspektive mittelalterlicher Muslime zeigen sich die Kreuzzüge als höchst verzwicktes diplomatisches Schachspiel, als kommerzielle Chance und als Zusammenprall der Kulturen, der die muslimische Haltung gegenüber Europa und den Europäern bis zum Ausgang des Mittelalters und darüber hinaus prägte.

Sonntag, 15. Februar 2015

Der Koran: Die wichtigsten Texte


Bobzin, Hartmut; Bobzin, Katharina (Hg.) (2015): Koran-Lesebuch. 1. Aufl. München: Beck, C H.

Was sagt der Koran über Gott, die Engel, Mohammed und Jesus? Welche Vorstellung von der Schöpfung und der Natur vermittelt er? Wie soll der Fromme leben? Und was sind die einschlägigen Verse zum Geschlechterverhältnis, zum Kopftuch oder zum Heiligen Krieg? Dieses Lesebuch versammelt die wichtigsten Stellen zu neun Schlüsselthemen des Korans. Kurze Einführungen und Erläuterungen erleichtern das Verständnis. Unentbehrlich für alle, die den Koran kennenlernen wollen.

Handbuch der Evangelischen Ethik


Huber, Wolfgang; Mereis, Torsten; Reuter, Hans-Richard (Hg.) (2015): Handbuch der Evangelischen Ethik. 1. Aufl. München:
Beck, C H.

Dieses Handbuch bietet eine von führenden Fachleuten verfasste Gesamtdarstellung der evangelischen Ethik. Sie umfasst deren Grundlagen und Teilgebiete auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion und im Gespräch mit Philosophie, Rechts, Sozial- und Naturwissenschaften. Die wissenschaftlich-technischen Entwicklungen mit ihren riskanten Folgen, die Globalisierung und die zunehmende Individualisierung der Lebensentwürfe stellen frühere Selbstverständlichkeiten in Frage und werfen neue ethische Fragen auf. Dabei wächst das Interesse an den Orientierungspotentialen der Religionen. Das Handbuch der Evangelischen Ethik bietet einer weiteren Öffentlichkeit in Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Medien und in den Kirchen kompakte Informationen zur Urteilsbildung in den wichtigsten Handlungsfeldern. Zugleich dient es als Lehrbuch für Studium und wissenschaftliche Forschung.

Dienstag, 27. Januar 2015

Wegbereitung oder Widerspruch


Schütze, Stefan (2015): Wegbereitung oder Widerspruch? Kants Transzendentalphilosophie und die heutige Evolutionstheorie. Hamburg: Diplomica.

Dieses Buch untersucht das Verhältnis von „Kantischem" Denken und einer evolutionären Perspektive auf die Welt. Kann man „transzendentalphilosophisches" und evolutionäres Denken sinnvoll aufeinander beziehen oder bilden sie von Haus aus einen unüberbrückbaren Gegensatz? War Kant sogar, wie manchmal behauptet wird, ein „Vorläufer Darwins", oder eher ein „unbelehrbarer" Verfechter einer an der starren Unveränderlichkeit biologischer Arten orientierten und damit antievolutionären Naturphilosophie? Ist insbesondere Kants „teleologische" Deutung von Organismen mit evolutionär-biologischem Denken prinzipiell unvereinbar oder sogar ein Wegbereiter heutiger systembiologischer Ansätze? Lässt sich Kants transzendentaler Idealismus mit einer evolutionären Erkenntnistheorie vereinbaren? Inwiefern ist gerade Kants Geschichtsphilosophie geprägt von einem durch evolutionäre Dynamik bestimmten Bild geschichtlicher Prozesse? Diesen Fragen geht Stefan Schütze in seiner neuesten Veröffentlichung nach und führt die Ergebnisse und Perspektiven der verschiedenen, teils sehr widersprüchlichen Veröffentlichungen, die er zu diesem Themenbereich gefunden hat, zu einem komplexen und differenzierten Gesamtbild zusammen.

Montag, 26. Januar 2015

Bekenntnisschriften


Die Bekenntnisschriften der Evangelischen Landeskirche in Baden sind neu in zwei Bänden erschienen: der erste mit den Texten, der zwei mit einem ausführlichen Kommentar zu den einzelnen Schriften, aber auch Querschnitten zu den wichtigsten theologischen Themen: Glauben, Kirche, Trinität, Abendmahl, Ökumene, Frieden etc. Dazu kommen achtzehn Andachten, Predigten, geistliche Worte verschiedener Autoren aus der Landeskirche, die sich mit jeweils einer wichtigen Passage aus einer der Schriften auseinandersetzen.

  • Die Bekenntnisschriften der Badischen Landeskirche, Bd.1, Textsammlung, bearb. von Wolfgang Vögele, Karlsruhe 2015
  • Die Bekenntnisschriften der Badischen Landeskirche, Bd.2, Kommentar, hg. von Wolfgang Vögele, Karlsruhe 2015

Donnerstag, 1. Januar 2015

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Freitag, 5. Dezember 2014

Ein bisschen Frieden?


Bülow, Vicco von; Nagel, Matthias (Hg.) (2014): Ein bisschen Frieden. Schlager und Kirche im Gespräch. Bielefeld: Luther-Verlag.

Helene Fischer im Gottesdienst? „Ein bisschen Frieden“ auf der Orgel? Es wird heftig gestritten. Denn: Viele Gottesdienstbesucher lieben Schlager, hören aber in ihrer Kirche Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt. Das Gespräch mit dem Schlager ist bisher in der Kirche unterblieben. Wo es doch zustande kam, war es vorwiegend in abgrenzender Form. Der vorliegende Dokumentationsband bringt Pro und Contra zur Sprache; wissenschaftliche und persönliche Zugänge sowie praktische Erfahrungen werden mal angriffslustig, mal humorvoll in die Debatte eingebracht.


Sonntag, 30. November 2014

Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden


Selma Lagerlöf, Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden (Die Andere Bibliothek, Band 359)

"Es war einmal ein Junge. Er war vielleicht vierzehn Jahre alt, lang und schlaksig, mit weißblondem Haar. Viel taugte er nicht: Am liebsten schlief oder aß er, und am zweitliebsten trieb er Unfug." 

Die Geschichte von Nils Holgersson, wer hat sie nicht gelesen oder in den Verfilmungen gesehen? Verwandelt in einen Wichtel, wird der junge Taugenichts auf dem Rücken des weißen Gänserich Martin zusammen mit den grauen Wildgänsen ganz Schweden erkunden – bis in den Norden Lapplands. Nils Holgersson, ein Klassiker der Weltliteratur und bereits 1906 von der ersten weiblichen Literaturnobelpreisträgerin als Porträt ihres Landes aus der Vogelperspektive verfasst, ist oft ins Deutsche übertragen worden – in den allermeisten Fällen jedoch gekürzt und bearbeitet. Und die wenigsten der Lagerlöf-Leser wissen, dass eine ungekürzte Ausgabe nur schlecht zugänglich ist und eine gelungene Übersetzung bis heute nicht vorliegt. Akka von Kebnekaise, der Adler Gorgo oder das Gänsemädchen Asa und der kleine Mats, – diese Figuren von Selma Lagerlöf begleiten uns auf einer Reise durch die schwedischen Provinzen in einem Entwicklungsroman voller Märchen und Legenden – und durchaus pädagogisch bis in die Sprache.

Die neue vollständige Übersetzung von Thomas Steinfeld wird dem Schwedischen mit all den Spracheigenheiten von Selma Lagerlöf zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts endlich gerecht.

Wer noch keinen Band dieser Geschichte in seiner Bibliothek stehen hat,kann und sollte sich diese schön illustrierte, 700 Seiten umfassende Ausgabe vielleicht zu Weihnachten leisten!

Freitag, 31. Oktober 2014

Handbuch Christentum und Islam in Deutschland



[Verlagsinfo:] Wie bestimmen die religiösen Grundhaltungen von Christen und Muslimen das Zusammenleben hierzulande? Wie ist die Situation der dauerhaft hier lebenden Muslime, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen? Was sagen Wissenschaftler zu den religiösen, sozialen und politischen Hintergründen konkreter Probleme und Konfliktfelder? Wo besteht akuter, wo langfristiger Handlungsbedarf? Gibt es gelungene und vorbildliche Integrationsprojekte - und was zeichnet sie aus?
Experten muslimischer und christlicher Provenienz zeigen die gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Aspekte des Zusammenlebens von Muslimen und Christen aus muslimischer und christlicher Perspektive. Eine grundlegende Orientierung.

Auf 1200 Seiten werden religionssoziologische, rechtliche, gesellschaftliche, interreligiöse, politische und zivilgesellschaftliche Aspekte zusammengetragen. Ein wichtiges Werk für  das Gespräch zwischen den beiden Religionen in der Bundesrepublik Deutschland.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Religionssoziologie


Eßbach, Wolfgang (2014): Religionssoziologie 1. Glaubenskrieg und Revolution als Wiege neuer Religionen. Paderborn: Fink, Wilhelm.

Ein "Opus magnum", das auf den Tisch jedes Theologen und religiös Interessieren gehört, der über Religion und die Veränderung der Religionen in Europa in den letzten Jahrhunderten informiert sein will.

[Klappentext] Zwischen christlichem Glauben und religiöser Indifferenz sind in Europa neue Religionen entstanden, die bis in unsere Gegenwart ausstrahlen und die Wertorientierung leiten. Auf dem Wege einer historisch-soziologischen Analyse der Konjunkturen des Themas »Wiederkehr von Religion« entwickelt Wolfgang Eßbach eine Typologie europäischer Religionen in der Moderne. Behandelt werden Konfessionalismus, Vernunftreligion, Nationalreligion, Kunstreligion, Wissenschaftsreligion und Elemente des Glaubens an Verfahren. Dabei wird nach ihren Verbindungen mit den dominierenden Zeiterfahrungen im modernen Europa, von den Glaubenskriegen der frühen Neuzeit bis zur Artifizierung der Lebenswelt im 20. Jahrhundert, gefragt. Sie haben Intellektuelle immer wieder umgetrieben. Jede neu hinzukommende Erfahrungslage bestimmt die Konjunktur des Religiösen. Neue Deutungen und Kritiken treten in Beziehung zu älteren Thematisierungen von Religion, die entweder verblassen oder reaktiviert werden. Der religiöse »Pluralismus« der Gegenwart kann so als ein geschichtetes, kumulatives Phänomen begriffen werden, dessen einzelne Elemente in einem spannungsreichen Gefüge auch in Zukunft kaum zu beruhigen sein werden.

Montag, 6. Oktober 2014

Das konvivialistische Manifest


Das konvivialistische Manifest. Für eine neue Kunst des Zusammenlebens (2014). Hg. v. Claus Leggewie und Frank Adloff. Bielefeld: transcript (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft).

Gerade erschienen im transcript-Verlag ist die deutsche Übersetzung des konvivalistischen Manifests. (http://www.diekonvivialisten.de/)

"Die globalen Probleme des Klimawandels, der Armut, der sozialen Ungleichheit oder der Finanzkrise erfordern ein Umdenken und veränderte Formen des Zusammenlebens. Viele Bewegungen, Initiativen und Gruppierungen suchen aktuell schon nach alternativen Wegen. Ihnen allen gemeinsam ist das Streben nach einer neuen Kunst, miteinander zu leben (con-vivere).

Als sich im Jahr 2010 Wissenschaftler_innen um Alain Caillé, Marc Humbert, Serge Latouche und Patrick Viveret zu einem Kolloquium in Tokio trafen, um über die Aktualität von Konvivialität und Konvivialismus zu debattieren, war noch nicht abzusehen, welche Resonanz diese Begriffe in den Folgejahren erfahren würden. Beginnend mit dem Tagungsband des Kolloquiums und dem Büchlein »Pour un manifeste du convivialisme« von Alain Caillé (2011) startete eine Diskussion über die Fehlentwicklungen zeitgenössischer Gesellschaften, die Kapitalismuskritik mit Konzepten für eine Neudefinition von Reichtum und Wohlstand verbindet … eine Diskussion, die noch längst nicht an ihr Ende gekommen ist."