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Sonntag, 21. Juli 2013
Filme im Religionsunterricht
Das neueste Heft der Zeitschrift entwurf beschäftigt sich mit dem Thema "Filme im Religionsunterricht".
Nähere Informationen finden sich hier.
Dienstag, 18. Dezember 2012
Die Mühle und das Kreuz
Ein Tipp für geruhsame Winterstunden:Die Mühle und das Kreuz (OmU) 2011 - DVD
Im Jahr 1564 erhält Pieter Bruegel von dem reichen Antwerpener Kaufmann und Kunstsammler Nicolas Jonghelinck den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen.
Er nimmt den Auftrag an, doch will er nicht eine weitere von unzähligen Versionen der Passionsgeschichte liefern, sondern etwas Besonderes schaffen: Ein Bild, das eine Vielzahl von Geschichten erzählt und das groß genug ist, hunderte von Menschen aufzunehmen.
Aber vor allem soll die Kreuzigungsgeschichte nicht im Heiligen Land, sondern in seiner flämischen Heimat spielen. Also geht Bruegel zu den Menschen auf den Höfen, Feldern und Märkten, um nach diesen Geschichten in einem Land zu suchen, das unter spanischer Herrschaft steht und in dem die Inquisitoren erbarmungslos wüten. Er hält alles in seinen Skizzen fest und beginnt auf diese Weise, die Schicksale von unzähligen Menschen virtuos miteinander zu verflechten ...
Dazu als Hintergrundinformation jenes wissenschaftliche Buch zum Gemälde von Bruegel, auf das sich der Regisseur beim Film bezieht und das in der gerade im September erschienenen deutschen Ausgabe wiederum auf den Film Bezug nimmt:Gibson: Die Mühle und das Kreuz: Peter Bruegels KREUZTRAGUNG
Das Buch von Michael Francis Gibson konfrontiert den Leser mit dem Geschehen des überraschenden Bildes von Pieter Breugel d.A., Die Kreuztragung, ein zweischichtiges Werk, das gleichzeitig die Leidensgeschichte Christi und die Exekution eines Predigers der Reformation zu Bruegels Zeiten schildert. Das Buch ist, wie die New York Times bestaetigt, "ebenso interessant zu lesen und faszinierend wie ein erstklassiger Spionageroman", inspirierte Lech Majewski zu dem Film Die Mühle und das Kreuz. Diese neue Auflage des Buches stuetzt sich auf neue, detaillierte Photos, die es dem Leser ermoeglichen erstaunliche bisher nicht bekannte Details zu sehen.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Filmische Inszenierung jugendlicher Gewalt
Wissen sie, was sie tun?: Zur filmischen Inszenierung der Gewalt von und an Kindern und Jugendlichen
Die mediale Inszenierung von Gewalt fordert Produzenten wie Rezipienten heraus. Manchmal unbemerkt, oft aber sehr bewusst geht die Darstellung von Gewalt mit sublimer Verklärung einher. Auch in ihrem Erschreckenden und Abstoßenden umgibt Gewalt dann eine Aura von Stärke, Gradlinigkeit und Faszination. Andererseits wird Gewalt, wenn sie von Kindern und Jugendlichen ausgeht, aber auch wenn ihre Wirkung auf Kinder und Jugendliche reflektiert wird, mit einem Tabu belegt: Die mediale Darstellung von Gewalt erscheint dann hauptverantwortlich für eine scheinbar um sich greifende Gewaltbereitschaft Jugendlicher.Das Buch setzt sich mit verschiedenen Möglichkeiten der Inszenierung jugendlicher Gewalt in Kino- und Fernsehfilmen auseinander. Der Stellenwert von Gewalt in der Jugendkultur wird ebenso reflektiert wie Fragen der Ästhetik. Dabei geht es immer auch um die Aufhellung der historischen, politischen und sozialen Hintergründe von Jugendgewalt, ohne dem Phänomen aus der Vogelperspektive seine gesellschaftliche Sprengkraft zu nehmen. In genau diesem Sinne dient Rebels without a cause als Bezugspunkt, der Film mit James Dean aus dem Jahr 1955 über Zukunftsangst und Perspektivlosigkeit amerikanischer Jugendlicher in den 50er Jahren, der auch unter dem deutschen Titel Denn sie wissen nicht, was sie tun zum Kultfilm wurde - er leiht diesem Sammelband seinen Titel. Die Frage, ob sie wissen, was sie tun, richtet sich dabei an Filmemacher und Filmrezipienten, an Eltern und Pädagogen nicht weniger als an gewaltbereite Jugendliche selbst.
Ziel der Beiträge ist es, eine breite Sicht auf Entwicklungen in der Inszenierung jugendlicher Gewalt zu entfalten. Dabei bilden ein verbindendes Glied der Thesen und Argumentationslinien Filme wie Das weiße Band , Knallhart oder Chiko sowie erfolgreiche Fernsehfilmproduktionen wie Zivilcourage
Wissen sie, was sie tun?: Zur filmischen Inszenierung der Gewalt von und an Kindern und Jugendlichen, hg. von j. Herrmann, J. Metelmann und H.-G. Schwandt
Sonntag, 12. Dezember 2010
Künstler des 20. Jahrhunderts
Wie aus einem Künstlerlexikon zur ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts lesen sich die Namen der Freunde, die Salomea Steuermann, von allen nur Salka genannt, um sich zu versammeln wusste: Karl Kraus und Alfred Polgar, Max Reinhardt, Thomas und Heinrich Mann, Albert Einstein und Arnold Schönberg, Sergej Eisenstein und Greta Garbo, deren Drehbuchautorin sie war, Bertolt Brecht und Bruno Frank, Charlie Chaplin und Fritz Murnau, Ernst Lubitsch, George Cukor, Hanns Eisler - und viele andere Künstler... mit und ohne Namen.
Diese faszinierende und früh emanzipierte Salka Viertel war kein Hollywood- Filmstar und keine mondäne Gesellschaftsdame, sondern eine begnadete Gastgeberin, die ihr Haus an der Mabery Road in Santa Monica zum vielgerühmten Salon machte - schließlich zum "Hafen für die Heimatlosen", die europäischen Emigranten nach 1933.
Salka Viertels Lebenserinnerungen, Ende der 60er Jahre in den Vereinigten Staaten erschienen und seitdem im Vergessen verschwunden, vergegenwärtigen die dramatischen Jahrzehnte europäischer Kulturgeschichte, vor allem die Welt des Theaters und des Films bis 1933 und die Exilierung dieser Kultur in Kalifornien.
Salka Viertel, Das unbelehrbare Herz: Erinnerungen an ein Leben mit Künstlern des 20. Jahrhunderts
Donnerstag, 7. Januar 2010
Von Fritz the Cat zu Waltz with Bashir
Animationsfilme für Erwachsene wie Persepolis oder Waltz with Bashir zeigen, dass dieses Genre mit seinen stark stilisierten Gegenwelten eine eigene beeindruckende künstlerische Wertigkeit neben Spielfilm und Dokumentarfilm besitzt. Seit Yellow submarine und Fritz the Cat zeigen sie bewusst surrealistische Sequenzen, knappe und grelle Überspitzungen gesellschaftlicher Zustände und unverstellte Darstellungen von Sexualität. Der Animationsfilm entwickelt beinahe notgedrungen eine stark verfremdende und entfremdete Ästhetik, die Vorbilder aus der bildenden Kunst, der Graphik und der Illustration mit dem Schwelgen in irrealen Bewegungsabläufen verbindet. Immer aber wollen diese Filme von ersten und letzten Dingen erzählen, einen Schritt zurücktreten und den Zuschauer gleichzeitig als aufmerksamen Kenner und als verblüfftes Kind jenseits des herrschenden medialen Diskurses locken.
Florian Schwebel: Von Fritz the Cat zu Waltz with Bashir: Der Animationsfilm für Erwachsene und seine Verwandten
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